Holzfeuerungen in Minergie-Gebäuden

In jedes Minergie-Gebäude dürfen Holzfeuerungen eingebaut werden. Die meisten modernen Holzfeuerstellen sind heute absolut Minergie-tauglich. Einige Punkte gilt es bei der Auswahl jedoch zu beachten.

Im Minergie-Gebäude werden die Zuluft- und Abluftströme durch eine sogenannte Komfortlüftung kontrolliert. Dabei wird die in der Abluft enthaltene Wärme zurückgewonnen. Das stellt erhöhte Anforderungen an eine Holzheizung, denn das Lüftungssystem des Hauses sowie die Zuluft- und Abgasströme der Feuerstelle dürfen sich nicht in die Quere kommen. Dazu wird die Verbrennungsluft von aussen direkt dem Brennraum zugeführt. Verbrennungszuluft, Feuerraum und Abgasleitung müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt sein.

Dank der gut gedämmten Gebäudehülle ist der Heizwärmebedarf in Minergie-Gebäuden stark reduziert. Es gilt sicherzustellen, dass die Holzfeuerung dem Raum die nötige Wärmeenergie liefert, aber so, dass der Raum nicht überheizt wird. Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus kann heute mit durchschnittlich gut 10 kg Holz pro Tag komplett und mit wenig Aufwand beheizt werden.

 

Minergie Module

Um den Bauherren und Planern die Auswahl von guten Bauprodukten und Konstruktionen zu erleichtern, hat der Verein Minergie schon vor einigen Jahren das Label «MINERGIE®-Modul» ins Leben gerufen. Seit 2009 können auch Holzfeuerstätten als Minergie-Modul Holzfeuerstätten zertifiziert werden. Diese Möglichkeit wird von den Herstellern rege benutzt. Der Verein Holzenergie Schweiz führt eine Liste mit allen zertifizierten Minergie-Modul Holzfeuerstätten.

Minergie-Modul Holzfeuerstätten sind technisch auf einem sehr hohen Stand und eignen sich besonders gut für Minergie-Gebäude, aber auch für alle anderen neu gebauten oder sanierten Gebäude. In Minergie-Gebäuden wird nie zwingend der Einbau von Modul-Feuerstätten verlangt. Auch andere Feuerungen dürfen eingebaut werden. Mit einem Minergie-Modul ist aber weitgehend sichergestellt, dass die Feuerung und das Gebäude optimal aufeinander abgestimmt sind. Auch Speicheröfen können als Minergie-Modul konzipiert und zertifiziert werden. Minergie-Modul Holzfeuerstätten erleichtern Ihnen den Kaufentscheid. Sie sind nie zwingend aber immer sinnvoll!

 

Minergie Fachpartner

Für die Marktumsetzung von Minergie sind Fachleute aus der Bauplanung und der Bauausführung von zentraler Bedeutung. Minergie-Fachpartner gelten als kompetente Berufsleute für die Mitarbeit an Minergie-Gebäuden. Die Fachpartner kennen die wichtigsten Eckdaten der Minergie-Standards. In ihren jeweiligen Fachgebieten sind die Fachpartner ausgewiesene Spezialisten für Minergie-Gebäude.

Mitarbeitende oder Inhaber von mehr als 60 Schweizer Ofen- und Cheminéebaubetrieben haben die Fachpartnerausbildung besucht und erfolgreich abgeschlossen. Sie haben sich zu regelmässigen Weiterbildungen verpflichtet und sie haben sich als Fachpartner Ofen- und Cheminéebau beim Verein Minergie eintragen lassen. Der Verein Minergie führt eine Liste mit allen registrierten Fachpartnern.

 

Beispiele aus der Praxis

Ein Wohnraumfeuer in einem Minergie-Gebäude funktioniert problemlos und wird von den Bewohnern geschätzt. Hier finden Sie Medienbeiträge darüber: